Vom 28.6.-1.7.2010 sin
d wir mit 15 Kindern aus der Johannstadt in das idyllische Sayda (Erzgebirge) gefahren. Unsere Hinfahrt fing schon abenteuerlich an, als unser Vereinsbus nicht anspringen wollte. Nachdem wir tatkräftige Unterstützung von den Eltern bekommen haben, konnten die Kinder in ihre Ferien starten. Als wir im Vorwerk Sayda angekommen sind, stand erstmal die heißdiskutierte Bettenbelegung an. Nachdem alle ein bequemes Bett gefunden haben, erkundeten wir das Gelände. Und wir lernten weitere Besucher des Geländes kennen: schottische Highland-Rinder, Pferde, Ziegen, Schweine, Schafe und Hühner. Am Nachmittag besuchte uns ein Förster, der uns Wissenswertes zum Wald berichtete - so erfuhren wir, dass der Harz das Blut des Baumes ist. Bis zum Abend waren die Kinder auf den grünen Wiesen, im nahegelegenen Wald und bei den Tieren unterwegs. Am Abend erwartete uns eine Nachtwanderung - uh war das gruslig in dem dunklen Wald. Nach vielen Gute-Nacht-Geschichten, schliefen alle Kinder nach einem abenteuerlichen Tag zufrieden ein. Der zweite Tag hielt ein weiteres Highlight bereit: eine Mountainbiketour durch den Wald. Nach ca. 1 km Fahrt, fanden wir einen idyllischen Platz am See zum Rastmachen und Picknicken. Die Kinder entdeckten spannende Dinge am Teich wie zum Beispiel kleine Krebse und Wasserläufer. Die wunderschöne Natur lud uns alle zur Entspannung ein. Die Kinder nutzten ihre Räder zu abenteuerlichen Downhillfahrten durch den Wald - alle haben sich getraut. Nachdem wir alle bei 30°Grad steile Berge hinter uns hatten, fielen wir nur noch bei der Ankunft im Vorwerk auf die Wiesen. Zum Nachmittag besuchte uns eine Schnitzerin aus Seiffen, um mit uns Pferde und Kühe zu schnitzen. Zum Glück hatte die Schnitzerin viele viele Pflaster mit, sonst hätten so einige Finger große Wunde davon getragen… Am Ende präsentierten wir uns fantasievoll geformte Tiere - mal mit 3 dicken und 1 dünnen Bein oder mal mit einem schmalen Körper und einen riesengroßen Kopf. Wir hatten ganz besondere Pferde und Kühe. Am Abend gingen wir alle sehr zeitig ins Bett, denn die Fahrradtour lag uns allen noch in den Beinen. Frisch und munter starteten wir unser morgliches Raketenlied und stärkten uns bei einem ausgiebigen Frühstück für den Tag. Der 3. Tag begann mit zwei aufregenden Aktionen: Bogenschießen und Reiten. Mutig bestiegen die Kinder das große Pferd Max. So einige Talente haben wir dabei entdeckt. Der Rekord beim Bogenschießen lag bei 200 Punkten. Ja nicht jeder traf den Pfeil ins Schwarze, aber dafür in den Wald. Zum Glück kam da kein Tier vorbei … Am Nachmittag gestalten wir uns Bilderrahmen aus Naturmaterialien, damit wir immer ein Andenken an diese schöne Fahrt haben. Um die Hitze ohne Schwimmbad zu überstehen, organisierte wir eine Wasserschlacht. Wir nahmen alles, wo wir Wasser hineinfüllen konnten: Schwämme, Wassereimer, Wasserflaschen, Gießgannen und Töpfe. Der große Kampf begann “Wer ist am meisten nass und wer ist der Erste?” War das ein erfrischender Spaß. Mit Knüppelkuchen und Würstchen läuteten wir den Abend ein. Das Theaterstück “Der Feuervogel” von den Kindern war der krönende Abschluß von einem weiteren aufregenden Tag in Sayda. Mit vielen abenteuerlichen Erlebnissen, wie auch die Rettung eines Schafbockes vom Elektrozaun, gingen wir das letzte Mal in Sayda zu Bett. Der letzte Tag führte uns nochmal zurück in den Wald zu einer Rallye. Viele Aufgaben warteten auf uns: Pflanzen suchen, Bäume bestimmen, Tiere zählen usw. Nachdem wir alle wichtigen Informationen zusammen hatten, gingen wir zur geheimen Übergabe. Dort erwarteten uns viele tolle Preise. Nach unserem letzten gemeinsamen Spiel und Mittagessen, war die Abfahrt gekommen. Wir wollten alle nicht nach Hause, hier ist es doch so schön. So viele Tiere, Wald, Wiese und zu entdeckende Abenteuer. Aber wir mussten zu unserem Bus. Nach einer lustigen verrückten Geschichten-erzählen-Busfahrt sind wir wieder in Dresden angekommen. Ach war das schön…wir werden es nie vergessen!
Wir danken dem Vorwerk Sayda (besonders Herrn Meyer, Frau Hoffmann, Herrn Horn und Herrn Peschel), dem Deutschen Kinderhilfswerk, dem Verein Via Cultura, Aufwind e.V., Herrn Pietrwoski, den vielen Familien für die zahlreichen Spenden und all den Menschen, die uns in Sayda soviele unvergessliche Erlebnisse beschert haben (dem Förster, der Schnitzerin, die Herrn vom Bogenschießen, der Frau aus dem Fahrradladen usw.).